Status

Online seit 1038 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Juni, 17:26 X-Stat.de

Zufallsbild

twoday-II

Über mich.

Ich bin in der Sonne anders als im Dunkel. Mal hungere ich, mal bin ich satt. Heute ziehe ich mit den Wolken, morgen versinke ich in der Erde. All das bin ich. Ich will mich sehen wie ein Turm, und bin doch kaum mehr als das Gras im Wind. Ich glaube an die Liebe. Ich glaube daran, dass ich alleine das gewinnen kann, was ich frei heraus gebe. Doch vertraue ich dem Kino in meinem Kopf nicht so sehr wie meinen Zähnen, mit denen ich andere Lebewesen zerreiße: Christus konnte leben und lieben in dem Bewusstsein des Verrats. Ich will das Leben erkennen wie es ist, will die Beine in die Hand nehmen vor meinen Träumen: Das Leben ist besser als meine Träume, glaube ich, ich muss das Leben nur lassen. Wenn ich das Leben will, muss ich das Chaos wollen. Mein Leben ist keine olle Eiche, die morgen so steht wie heute. Wichtig in all dem Chaos ist mir ein "Spirit in the sky", den ich vergessen und wieder neu finden kann. Ich finde mich wieder in dem Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13, 1-8), der hinaus wirft ins Leben, was er in Händen hält. Ich habe nicht vor, etwas mit mir ins Grab zu nehmen.

Musikliste


Kelly Clarkson
Because of You


Il Divo
Ancora



Pet Shop Boys
Nightlife


Sarah Brightman
Timeless


Herbert Grönemeyer
Mensch



Tempeldienst.

Was soll ich denn machen? Seit ich Berufspendler bin, fährt meine Bahn nicht mehr alle fünf Minuten. So ergeben sich immer wieder Aufenthalte, die zu bewältigen sind.
Und immer wieder scheint solch ein Aufenthalt Sinn zu ergeben, immer wieder überkommen mich Ideen einer modernen Boheme, welche sich über schick in DVD-Schmuckkästchen verstautes Serienwerk ergeht…
Abgesehen davon, dass ich als Single lange Jahre überhaupt keinen Fernseher besaß, habe ich bisher nicht mal alle Folgen der ersten Staffel "Stromberg" geschafft, obwohl ich Stromberg absolut genial finde. Ganz zu Schweigen von all dem CSI-Material, von dem ich mir eingeredet hatte, ich bräuchte es für meine Schriftstellerei.
Aber zum Glotzen sollte es dieses Mal gar nichts sein. Ein Schachcomputer sollte es sein. Richtig schön aus Holz, wie ich ihn Ende der Achtziger besaß. Für laue Abende auf der Terrasse.
Erst im Kaufhaus vor der Vitrine erwachte ich: Keine 19 bin ich mehr, wo man mit seiner Freizeit noch nicht so haushalten muss. Kein alter Meister, der sein Lebenswerk vollbracht hat. Überhaupt, mich mal eben zwei, drei Stunden von meiner Ehefrau verabschieden, "Schach spielen"?
Plötzlich war da nur noch Ekel. Vor mir selbst, vor alledem, was um mich herum lichterte.
Glotzen, hören, daddeln - viel mehr rückt das Leben freiwillig nicht heraus. Ich aber will handeln, kreativ sein, will die Welt gestalten.
Das Leben und ich, wir werden es miteinander ausmachen. Vor dem Kaufhaus.
logo

look at me!

Matrix.

Unheimlich, wie viele Menschen ihr Leben lang nicht hinaus kommen über das Schreiben von Urlaubspostkarten. Vielleicht reicht es der Welt tatsächlich zum Glück, wenn sie täglich vier Stunden Glotze rein geschüttet bekommt. Eine riesige Legebatterie, tuck, tuck, tuck. Die mittlerweile in die Hunderttausende gehende Gemeinschaft der Online-Gamer beweisen mir, dass Menschen real mit einem tristen Viereck zufrieden sein können, wenn sie dafür virtuell auf den Putz hauen dürfen: "Ich bin ein mächtiger Vampir!" Insofern ist "Matrix" für mich der visionärste Film des 21. Jahrhunderts. Und ich gäbe manches dafür, später vielleicht der weiß gekleidete Architekt der Matrix zu sein. Und sei es in der Irrenanstalt. Wie Nietzsche. Ein Irrer, der alles weiß, der das Leben in seiner Tiefe durchmessen hat, bis es tiefer nicht mehr geht.

Archiv

Juni 2006
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 2 
 8 
 9 
11
12
16
17
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 

Impressum und Disclaimer
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren